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Brienzersee / Ballenberg

Ausflug Region West 2007

Hans Ettlin

Es lächelt der See, er ladet zur Ausfahrt... – nein, so oder ähnlich hat schon einmal einer begonnen.

Wahrheit ist aber, dass sich im Aussichtsrestaurant „Wildbach“ am Brienzersee eine unerwartet grosse Anzahl Clubkameradinnen und -kameraden eingefunden hat. Nach und nach hat sich die Bewölkung am Himmel verzogen und der Sonne Platz gemacht, so dass wir draussen auf der Terrasse die eindrückliche Umgebung und den See geniessen konnten. Das überträgt sich auf die Stimmung und mischt sich mit der Freude, viele bekannte Gesichter wieder mal zu sehen. Unten auf dem Parkplatz ergänzten drei DS-Citroëns das Bild - einige Vorbeifahrende legten spontan einen kurzen Halt ein.

In einem ansehnlichen Konvoi bewegten wir uns gegen elf Uhr Richtung Brienz danach auf Nebenstrassen und Radwegen (hick!) talaufwärts. Mit der beschaulichen Fahrt über Land war nach Meiringen bald mal Schluss, denn die Kehren den Brünig hinauf zeigten wieder mal was in den Autos (und den Fahrern) steckt. Unbeschadet erreichten wir alle unser Ziel in Brienzwiler und innert wenigen Minuten füllte sich die reservierte Fläche auf dem Vorplatz mit unserm geliebten Alteisen.

Das Personal im Restaurant „Wilerhorn“ zeigte sich über die grössere Teilnehmerzahl nicht lange erschrocken, hat die Ärmel hochgekrempelt und schon bald sassen wir vor vollen Tellern und Gläsern. Ein besonderes Merci geht an Hans Georg, der den scherenschnittartigen Druck auf den Tischsets stilrein auf unsern Anlass hin verfeinert hat.

Nach dem Kaffee warten die beiden Führer, die uns in zwei Gruppen durch einen (kleinen) Teil des Freilichtmuseums führten. Anhand der sorgsam wiedererstellten Gebäude, deren Funktion, Ausstattung oder dem darin ausgeübtem Handwerk verstanden es die beiden uns lebendige Bilder aus der Vergangenheit zu vermitteln. Henri mit seinem unverfälschten Oberländerdialekt erläuterte Wirkungsweise von Mühlen, das Leben im Dorf, Vorsäss und auf der Alp. Er gab Auskunft über die Käseproduktion mit den damaligen Mitteln und das Handwerk vor noch nicht mal allzu langer Zeit. Es gelang ihm auf unterhaltsame Weise sowohl sozialgeschichtliches einzuflechten wie Kriegseinflüsse in den Zusammenhang zu stellen. Kurz, in den zwei Stunden liess er uns Wissenswertes und Interessantes aus der Vergangenheit so lebendig werden, dass es manchmal fast unter die Haut ging.
Der eine oder andere verliess am Sonntag den Ballenberg bestimmt mit dem Vorsatz: “me sett eifach meh go.“

Ich will diesen Bericht nicht schliessen ohne Ernst Mühlheim und Fritz Müller ganz herzlich zu danken. Mein Dank geht auch an diejenigen die spontan Hand angelegt haben und nicht zuletzt an alle Teilnehmer: zusammen mit Euch ist der Ausflug zu einem Erlebnis geworden!

Hans Ettlin


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