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Ausflug 2009 der Region West an den GP Bern
22. - 23. August 2009
Bericht: Hans Georg Koch
Die Organisatoren haben bereits am Vorabend an unserem zugewiesenen Platz an der Ramuzstrasse beim Einkaufszentrum "Westside" ein Clubzelt und als Blickfang das Tipi des ACI aufgestellt. Am Samstagmorgen trafen sich nun zahlreiche Clubmitglieder in lockerer Reihenfolge, es war sozusagen ein Kommen und Gehen auf der Clubbasis. Die einzige Schwierigkeit war, dass die Ramuzstrasse nur auf den allerneuesten Navigationsgeräten verzeichnet war. Somit war es recht schwierig ohne nähere Ortskenntnisse dorthin zu gelangen.
Nach einem gemütlichen Kaffeschwatz waren wir bereit für die Ausfahrt zum Mittagessen, welche Ernst Mühlheim rekognosziert hatte. Wir fuhren ins nahegelegene grosse Moos (das allerdings jetzt trockengelegt ist) nach Bellechasse auf den dortigen Flugplatz wo ein Oldtimerflugtag mit hölzernen Segelflugzeugen und anderen alten Flugmaschinen stattfand. Wir bezogen die für uns resevierten Parkplätze und besichtigten die diversen herumstehenden Flugzeuge.
Als besondere Attraktion demonstrierten die Mitglieder der Segelfluggruppe verschiedene Gummiseilstarts von Segelflugzeugen. Zwei Mannschaften zogen je an einem langen Gummiseil, während die Dritten das Flugzeug am Boden festhielten. Bei genügender Spannung des Gummis konnte das Flugzeug losgelassen werden und es erhob sich dann lautlos in die Lüfte. Nach einem kurzen Schwebeflug über den Platz musste vor dem Gemüsefeld am anderen Ende des Platzes wieder gelandet werden.
Danach verpflegten wir uns gemütlich an den verschiedenen Wurst und Fischständen und setzten uns in den Hangar an den Schatten um dem weiteren Treiben zuzusehen.
Die Weiterfahrt führte uns nach Frauenkappelen wo wir das Zelt mit der Ausstellung des OCB besichtigten und die schönen und auch seltenen Exponate aus allen automobilen Zeitepochen geniessen konnten.
Es herrschte auf jeden Fall kein grosser Andrang und so schlenderten wir gemächlich durch die Ausstellung. Als wir aus dem Zelt herauskamen überflog uns gerade die Super Constellation, das eleganteste (Oldtimer-)Verkehrsflugzeug aller Zeiten.
Über die Rennstrecke vom Sonntag fuhren wir wieder zurück zur CTAC Basis. Unser stattlicher Wagenpark war eine gefundene Diskussionsgrundlage für die Bewohner des nahegelegenen Altersheims, die diese Abwechslung sichtlich genossen.

Inzwischen war der Nachmittag bereits fortgeschritten und die verbliebenen Clubmitglieder wurden von Maria und Ernst Mühlheim zu einer Grillparty auf den Campingplatz in Sugiez eingeladen. Wir schickten die Küchenmannschaft voraus (Maria, Marianne, Patty) zusammen mit den Nachbarn des Mühlheim'schen Wohnwagens stellten sie ein sensationelles Nachtessen auf die zusammengeschobenen Tische.
Bis weit in die Nacht sassen wir an diesem warmen Abend gemeinsam mit den Campern draussen und genossen Salate, Dessert und verschiedenste Weinflaschen. Ich glaube, der Campingplatz war am Ende komplett leergegessen und getrunken, da schlussendlich mehr Personen an der Party teilnahmen als anfänglich angenommen wurde.

Der Sonntag war der Renntag. Es waren zwei Läufe auf dem Programm, die es mindestens teilweise zu beobachten galt. Das Zelt als Fixpunkt und Rückzugsort erwies beste Dienste. Nicht weit davon entfernt konnte man von oben auf die Rennstrecke sehen. Alle die einen Campingstuhl mitgebracht hatten waren Könige, die anderen sassen im Gras. Sonnencreme und Sonnenhüte waren rare Artikel.

In der Tiefgarage des Einkaufszentrums Westside konnte man auf zwei Ebenen alle Sportwagen bewundern, die gerade nicht im Einsatz waren. Das alleine nahm mehr als eine Stunde in Anspruch. Danach schlugen wir uns zum Fahrerlager im Bereich der Tankstelle durch, wo die Rennwagen auf ihre Show vorbereitet wurden. Die Atmosphäre war wirklich wie bei Rennen Ende der Fünfziger- und Sechzigerjahre, wo man die Maschinen noch von nahem ansehen durfte und die anwesenden Teams auch Fragen beantworteten oder einem sogar dieses oder jenes Detail erklärten. Wir konnten mit Jochen Maas und Hans Joachim Stuck reden, bis schliesslich die Motoren gestartet wurden. Ein ohrenbetäubender Krach entwickelte sich und hier sehr schwer zu beschreiben ist der Geschmack von Öl, Gummi und Abgas der mit Alkohol betriebenen Rennmotoren.


In einem Zelt standen unzählige moderne Rennwagen von Formel V bis Formel 1. Von einem erhöhten Standort konnten wir das Einfahren dieser Boliden in die Rundstrecke beobachten und nach kurzer Zeit zogen nach der ersten Runde alle wieder an uns vorbei. Für mich das absolute Highlight, das mir Puls und Blutdruck in die Höhe trieb. Wir vergassen, etwas zum Mittag zu essen und konnten das nun nach 16 Uhr nachholen.

Während sich unsere Clubmitglieder langsam wieder auf den Heimweg machten, räumte das unermüdliche Team West den Platz. Die Zelte wurden zerlegt und zusammengefaltet und unter kundiger Anleitung auf verschiedene Autos und Anhänger verladen. So endete das zweitägige Treffen in Frieden und Freundschaft.
Vielen Dank an das Team West: Ernst und Maria Mühlheim, Hans Ettlin, Fritz Müller, Men Andry, Roland und Marianne Ledermann und viele andere. Ich glaube, die Bilder zeigen das ausserordentlich gute Gelingen dieses Anlasses.

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