Home Galerie Berichte Inserate Shop Anlässe Links Bibliothek Feedback Club

In Indien, Wien und der Garage - Gruss aus Holland

Diejenigen Karel Beukema toe Water

Liebe Freunde,

Vor einigen Wochen war ich zum ersten Mal in meinem Leben in Indien. Den Strassenverkehr in Bombay habe ich mir angeschaut und dann festgestellt, dass es in unserem Teil der Welt zuviel unnötige Regel und Vorschriften gibt! Zwar wird grundsätzlich links gefahren, dies ist jedoch nur Theorie. Eine Autobahn ist eine verhärtete Oberfläche, wo sich lediglich weniger Tiere, Fussgänger, Mopeds und motorisierte Rikshas befinden! Ohne Zweifel sind sie dort vom Gesetz nicht zugelassen, nur keiner kümmert sich darum. Im Berggebiet gab es auf der Autobahn mit Rollen Stahl geladene LKW (fast ausschliesslich von meinem heutigen Arbeitgeber Tata hergestellt), die mit 1 oder 2 km/h (!) hochfuhren. Die etwas schnellere Fahrzeuge schlänglten sich einfach zwischendurch. Kurz: es war ein Erlebnis und wir sind von unserem Fahrer ganz geschickt vom Flughafen in den Ort unserer Konferenz und zurück gefahren worden, was übrigens für eine Strecke von 60-70 km auf dem Hinweg nur 2, jedoch auf dem Rückweg an einem Samstagabend mehr als 4 Stunden gedauert hat.

Indien

Zuvor hatten Angeline und ich eine kurze Woche in Wien verbracht, wo wir uns die Romantik aus verflogenen Zeiten nochmal angeschaut haben. Wegen des internationalen Charakters dieser wunderschönen Stadt konnte es passieren, dass Touristen aus Grossbrittanien verwirrt waren, als ihnen ein altes, rechtslenkendes, offensichtlich in England gebautes französisches Auto mit österreichischem Kennzeichen, norwegischem Fahrer und zwei holländischen Passagieren entgegenkahmen. Es war lustig, schön und sehr angenehm!

Citroen Traction Avant 15 Six England

In Holland war diese Sommer Regenzeit: von Ende Mai bis Anfang September, fast wie ein Monsun! Eine gute Gelegenheit, mal in der Praxis zu erfahren, ob die Traction wasserdicht ist. Kenner wissen bereits, dass dies völlig sinlos ist. Die Traction ist eben nicht wasserdicht, und es wundert mich immer, dass nicht alle Modelle ab Werk bereits mit einem abschliessbaren Abfluss ausgerüstet wurden, wie der Commerciale. Man hätte die Gummi, die ohnehin lecken, einfach weglassen können, was damaligen und heutige Eignern viel Ärger ersparen würde. Ein Brief an allen neuen Eigner, von Pierre Boulanger persönlich unterzeichnet, dass Citroën immer eng mit dem Wasser verbunden war, und dass jeder Versuch, diese Beziehung zu stören von vorherein sinnlos war, hätte gereicht. Für mich war dieses Wetter eben ein Anreiz, die Wirkung der bekannten Luftklappe in der Praxis auszuprobieren. Keine Sorge, die Füsse habe ich dabei nicht trocken gehalten. Was ich erfahren habe und wie ich an dieses Problem herangegangen bin, ist in dem beiliegenden Artikel zu lesen: Klappe zu

Lueftungsklappe

Zum Schluss, damit ich die Kunst nicht ganz verlerne, hatte ich zwischendurch noch den Motor aus dem 15-H Wrack herausgenommen und ihn auf meinem vertrauten MR 3301-10 Bock mit Räder in der Garage gelagert. Der Motor ist blockiert, und eines Tages werde ich meine Neugier nicht bezwingen können, die Ursache dieser Blockade festzustellen.

Traction Avant Six-Motor

Alle Bilder:

Bis bald!

Mit freundlichen Grüssen,

Karel