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Hecktrieblerausfahrt 9.9.2012

Daniel Eberli

Zum 5. Mal in Folge fand auch dieses Jahr eine Hecktriebler-Ausfahrt statt. Bedingt durch den Übergang vom Angestellten zum selbständig-erwerbenden Oldtimer-Garagisten (andere würden diese Art zu leben möglicherweise als Rentnerleben bezeichnen…) war ich dieses Jahr mit der Organisation etwas in Verzug.

Obwohl das Datum schon lange publiziert worden war, schien der Termin etwas in Vergessenheit geraten zu sein – oder der Glaube an die Durchführung war verloren gegangen. Auf alle Fälle stellte sich nach der Ausschreibung heraus, dass eine ganze Anzahl von Besitzern von Hecktrieblern anderweitig engagiert war.
Erfreulicherweise meldete sich wenigstens der „harte Kern“ an, dazu kamen spontan noch weitere Vorkriegsautos, so dass sich am Morgen des 9. September die folgende Gruppe im Chellhof in Benken einfand:
Ältestes Fahrzeug war eine 1921-er De Dion-Bouton-Limousine, dann folgten zwei Citroën 5 HP, ein Citroën AC4 Torpédo von 1929, eine Citroën Rosalie von 1933 und eine hübsche kleine Austin Cabrio-Limousine von 1934. Die Teilnehmer – ungefähr die Hälfte davon trug Kleider im alten Stil – wurden im Haus mit einem Frühstück verköstigt, während sich die Sonne bemühte, die noch etwas tiefen Temperaturen steigen zu lassen und die vereinzelten kleinen Nebelfetzen weg zu brennen.

Gegen halb elf liess die Gruppe den Chellhof in einer Rauchwolke zurück und machte sich auf die Räder. Über die malerische Holzbrücke von Rheinau ging’s ein kurzes Stück durch Deutschland, um gleich wieder beim Zollamt Neuhausen in die Schweiz zurück zu kehren. Kurz nach der Grenze fuhren wir durch das Brunnwiesenquartier, um auf einem kleinen Parkplatz bei der Rhenaniaterrasse die Autos abzustellen.
Hoch über dem Rheinfall spielten die Teilnehmer und die drei Teilnehmerinnen Pétanque, der französischen Version des „Boggia“.
Dabei stellte sich heraus, dass schon nach kurzer Einführung auch den Neulingen ausgezeichnete Würfe gelangen. Zumindest zum Teil warfen sie die schweren Kugeln gekonnt in die Nähe der kleinen Zielkugel, wobei sie hin und wieder näher liegende gegnerische Kugeln zur Seite knallen konnten. Der Wettkampf stand jedoch im Hintergrund, vielmehr ging es darum, Spass zu haben.
Eine Freude war auch die Aussicht von der Terrasse auf den Rheinfall. Einige der Bilder erlauben es, die Schönheit dieses wenig bekannten Plätzchens zu erahnen.

Nach fast 1½ Stunden setzte sich die Kolonne wieder in Bewegung. Zurück über das Zollamt, führte der Weg nach Jestetten. Von dort aus stieg bei der Kappeler Halde die Strasse (L163) an, was dafür sorgte, dass sich die Kolonne mit den alten Wagen etwas in die Länge zog. Einige Kurven ging’s durch den Wald, dann waren wir wieder an der Sonne. Über eine kleine Verbindungsstrasse gelangten wir nach Baltersweil. Das Dorf war ziemlich verschlafen – oder die Bewohner waren bereits am Mittagstisch…
Auf einem asphaltierten, einspurigen Weg kletterten wir höher, um beim Reservoir auf dem Sonnenberg einen Photohalt einzuschalten. Für mich war der kurze Stopp auch Gelegenheit, um eine Schraube an der Wasserpumpenwelle anzuziehen, verlor das AC4 Torpédo doch massiv Wasser. Danach ging es steil nach unten, was unseren Fahrzeugen Gelegenheit gab, um sich abzukühlen.
Nach einer kurzen Fahrt auf der Hauptstrasse gelangten wir nach Dettighofen, wo wir unsere Autos vor dem Gasthaus Löwen abstellten und in der Gartenwirtschaft an den reservierten Tischen Platz nahmen.
Wir liessen uns Zeit für das Essen, das Dessert und den Kaffee und unterhielten uns – natürlich zur Hauptsache über Fahrzeuge und Motoren. Das makellose Wetter trug dazu bei, den Nachmittag in aller Gemütlichkeit zu geniessen. Anschliessend an einige Musikstücke auf der Drehorgel machten sich die Fahrer und Passagiere mit ihren Fahrzeugen bereit, um auf individuellen Routen nach Hause zu gelangen.
Aus meiner Sicht – nicht zuletzt dank des herrlichen Spätsommerwetters – ist der Anlass gelungen.

Besonders die drei Frauen – aber nicht nur sie – haben der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass nächstes Jahr wieder mehr weibliche Fahrerinnen und Mitfahrerinnen mitkommen, damit die Gesprächsthemen am Mittagstisch etwas breiter gefächert sind…

Wer Vorschläge für die nächste Ausfahrt hat, wer diese vielleicht sogar organisieren will, oder wer einfach sicherstellen will, dass er rechtzeitig informiert wird, melde sich bitte bei:

Daniel & Agi Eberli
Im Chellhof 3
8463 Benken
Tel./Fax 052 319 25 17
eberlid@swissonline.ch
www.oldtimer-taxi.ch

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