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 Frankreichfahrt mit der Traction

Friedrich Forssman

Mit Traction in Frankreis

Eine dreiwöchige Frankreichfahrt ist immer eine gute Idee, vor allem in einem Citroën Traction Avant. In einer Normale sitzt man auch mit 197 Zentimetern Höhe und Schuhgröße 49 sehr bequem. »On fait 400 kms sans arrêt et on arrive … ›frais comme une rose‹«, wie es in einem TA-Prospekt von 1936 heißt, wobei an sehr warmen Tagen genug Hitze durch die Spritzwand kommt, daß man sich fragt, ob die Anführungszeichen nicht doch als Ironie-Zeichen gemeint waren (da die Lüftungsklappe endlich dicht ist, traue mich nicht mehr, sie zu öffnen). Elsaß, Vogesen, Burgund, Loire-Tal, Limousin, Auvergne – und nur zwei kleinere Pannen: Das Zündschloß ist endlich als Verursacher vieler unklarer Störungen identifiziert und durch ein improvisiertes Kabel kurzgeschlossen, als Ein-Aus-Schalter dient bis zur Reparatur eine 30-Ampère-Sicherung. Immer wieder auftretendes Stocken und Husten, gelegentliche Startschwierigkeiten, all das gehört nun der Vergangenheit an. Und dann war noch eine Kleinigkeit passiert: Über einen Tag hinweg hat sich der Zündverteiler langsam in Richtung »spät« gedreht, da die Schrauben für den Verstellmechanismus locker waren. Als ich mir endlich sicher war, daß ich mir den Leistungsverlust nicht nur einbilde, war der Fehler natürlich gleich gefunden und behoben. Die Kombination aus unrestaurierter Traction (»normale«) und Französischkenntnissen (»légère«) hat zu unzählgen sehr freundschaftliche Begegnungen in der Heimat unserer Fahrzeuge geführt.

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