Das Recht auf Skiferien hat in der Schweiz eine lange Tradition. Die Sonne und die frische Luft sollen dem Körper die während den düsteren Wintermonaten aufgebrauchten Kräfte wieder ersetzen. Es gibt aber auch Leute, die dieses Recht missbrauchen und die erholsame Zeit in muffiger, öliger Umgebung verbringen und dabei einen solchen Einsatz zeigen, dass sie sich anschliessend an ihrem Arbeitsplatz erholen müssen. Einer dieser "Ferienmissbraucher" ist Daniel Eberli, der heute nicht einmal sagen kann, welches Wetter während seiner "Skiferien" geherrscht hat.

Skiferien - in der Garage

Daniel Eberli
Den gesamten Bericht über die Revision des Six-Motores findet man hier:
 

Schon geraume Zeit war ich nicht mehr zufrieden mit der Leistung meines Sechszylinders. Dabei habe ich erstmals folgende interessante Methode angewendet, um das Pleuellagerspiel zu ermitteln.

Man klemmt einen speziellen Kunststofffaden in die Lager welche dann mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festgezogen.

         
  Dabei wird der Faden flachgedrückt. Von der Breite des Fadens kann man danach das Spiel abgelesen. Da bei meinem Auto die Fadenstücke kaum breitgedrückt wurden, war klar, dass das Spiel zu gross war.

Den Block der Traction musste ich dann in eine Spezialwerkstatt geben, welche in der Lage ist die Lager sachgerecht zu revidieren.
         
  Somit blieb mir Zeit um das Chassis meines AC4 zu reinigen. Obwohl es eine schmutzige Arbeit ist, war sie für mich irgendwie faszinierend. Die Idee, dass da Staub von Mérindol-les-Olivières darunter war – vielleicht sogar Mehl vom Bäcker Albert Tyrand (siehe meinen Beitrag „Zeitmaschine“) - über 70 Jahre alte Spuren also, beflügelte meine Gedanken.
         
   
         
  Natürlich fand ich beim Differential das Zeichen mit den berühmten „Double Chevrons“.
         
  Überrascht war ich hingegen bei der Prägung auf dem Kreuzgelenk davor: „Spicer, U.S.A.“.
         
  Klares Zeugnis dafür, dass André Citroën seine Amerika-Reisen nicht nur zum Vergnügen gemacht hatte, sondern dass daraus handfeste Geschäftskontakte resultiert hatten. – Wenn man bedenkt, wie lange so eine Reise dauerte... Bekanntlich gehörte das Flugzeug in jener Zeit – vor allem über den Teich – noch nicht zu den „normalen“ Transportmitteln, so dass nur der Schiffsweg blieb.