Herbsttreffen 2001

CTAC-Treffen der Region Ost 15. 9. 2001

 

Was zum Kuckuck hat dieses Flugzeug auf den Seiten des CTAC verloren? Hat sich ein Hacker aus dem Lager der Oldtimerflugzeugfreunde einen Scherz erlaubt? - Nein, aber dieses Prunkstück wurde durch die Tractionisten im Flugzeugmuseum Altenrhein anlässlich deren Herbstausflug bewundert.

Ganz soweit von unserem Fahrzeug ist diese Maschine allerdings nicht. Sie ist hervorragende restauriert (wie unsere Tractions) sie ist einsatzbereit und wird häufig ausgeflogen (das machen wir ja auch). Zudem handelt es sich um eine Französin (wenn auch in der Schweiz montiert), die in den 30er Jahren den Höhepunkt der französischen Technik in der Luft verkörperte. Wie man sieht, sollte eigentlich jeder Tractionist - vielleicht auf dem Garagendach - auch noch eine Morane in seiner Sammlung haben.

Das Flugzeugmuseum war die lange Anreise wert. Es handelt sich nämlich um das einzige "Fliegende Museum" in Europa, ein Museum also, in dem nur flugtüchtige Maschinen stehen. Ein weiterer Rekord ist, das hier alle ehemaligen Jagdflugzeuge der Schweiz versammelt sind - wie gesagt, flugtüchtig. Für Clubmitglieder, die durch die Kurvenhaltung der Traction noch zu wenig gefordert sind, ein Tip: Man kann als Passagier gegen (gute) Bezahlung auf dem Hunter mitfliegen! Das durch Hans Brunner und seine Kollegen aus dem Vorstand der Region Ost hervorragend organisierte Treffen führte weiter durch die reizvolle Bodenseelandschaft Richtung Weinacht. Dies ist nicht etwa eine Anspielung auf das vorwinterliche Wetter mit ausgiebigen Niederschlägen, sondern diesen Ort gibts tatsächlich. In praktisch pausenloser Steigung wurde eine Verpflegungsstätte anvisiert. In unserem Tross fuhr auch Hanspeter Rubitschon mit Peter Webers C4 mit, die zuerst wacker mit hielt.

Doch die Strasse wurde immer steiler, so dass H.P seine Passagiere aussteigen lassen musste. Zuletzt half auch das nichts mehr und nur dank kräftiger "Mannesstärke" gelang es, auch die betagte C4 ins Ausflugsziel zu bringen.Das Restaurant hatte vorsorglich das Cheminée in Betrieb genommen, so konnten die klammen Finger (vor allem diejenigen der Begleiterinnen) langsam auftauen. Das Gasthaus liegt auf dem sogenannten Fünfländerblick. Der atemberaubende Blick ähnelt der Aussicht aus einem Flugzeug, trotzdem gelang es nicht, wirklich fünf Länder zu entdecken. Das Geheimnis kann gelöst werden, wenn man daran denkt, dass der Name des Aussichtspunktes aus dem letzten Jahrhundert stammt. Damals gab es noch keine BRD, sondern ein loser deutscher Staatenverbund. Das Auge kann tatsächlich von Baden über Württemberg und Bayern bis nach Oesterreich schweifen.

Bericht: Rudolf Weber
Bilder: Fritz Müller

Der Abschluss bildete der Besuch des Hundertwasserhauses. Es ist wenig bekannt, dass auch hierzulande ein Werk dieses skurrilen Meisters steht. Gross und Klein erfreuen sich an den Farben, den originellen Formen und am unkonventionellen Baustil. Für Hundertwasser war die heutige Massenarchitektur der grosse Feind der Menschheit. Er fordert lebensfrohe Räume ohne Ecken und rechte Winkel.

Das Gebäude in Altenrhein ist zwar noch nicht ganz fertig gestellt, kann aber schon besichtigt werden. Diese Gelegenheit nahmen viele Clubmitglieder wahr, bevor sie - wiederum im strömenden Regen - nach hause fuhren.

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