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Liebe Leser,
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1987 muß dann irgend ein Problem aufgetreten sein, denn der Wagen wird beim Verkehrsamt abgemeldet. 15 Jahre lang steht der Citroën danach abgestellt unter einem Carport. Abmontierte Teile zeugen von Reparaturversuchen. Als ich im Jahre 1999 den Besitzer kennenlerne, geht es aber gar nicht um Citroën sondern der oben Abgebildete ist außerdem noch BMW-Isetta-Fahrer und ich erwerbe bei ihm einige Ersatzteile, die ich für meine Isetta-Restaurierung in jenen Jahren gebrauchen kann. Bei meinem Besuch sehe ich damals schließlich auch das erstemal den 11 CV. Ich reagiere eher mit höflichem Interesse, als mit Enthusiasmus. Schließlich bin ich ja Kleinwagenfahrer. Nach meinem Isetta-Teile Kauf gibt es keine weiteren Kontakte mehr mit dem Isetta- und Citroën-Besitzer. Lediglich zu Weihnachten versende ich auch an ihn eine meiner Oldtimer Grußkarten. |
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Die Jahre vergehen und ich bin sehr überrascht, als mich im November 2001 eine ältere Dame anruft und mir mitteilt, dass ihr Sohn (ca. 50 Jahre alt) ganz plötzlich verstorben sei. Sie hätte in der Wohnung ihres Sohnes meine Weihnachtskarte (vom Jahr zuvor) am Pinbrett entdeckt und ich sei ja offenbar auch Isetta-Freund. Sie bittet mich schließlich darum, ihr bei der Veräußerung der Isetta behilflich zu sein. Ein Freund von mir (ebenfalls Isettafahrer) und ich sind uns schnell einig - die (nicht mehr fahrbereite) Isetta behalten wir selber als Ersatzteilträger. Beim Abholen der Isetta erinnere ich mich dann auch wieder an den Citroën. Wir besichtigen ihn nochmal genauer. Keine schlechte Substanz - kein schlechtes Auto - nur etwas runtergekommen. |
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Auf meine
Nachfrage teilt mir die Mutter mit, dass Sie dafür bereits einige
Interessenten habe. Ich akzeptiere dies, signalisiere ihr jedoch noch
mein Interesse falls sie mit dem Verkauf Probleme haben sollte. Ich habe
da den Gedanken an eine Weiterveräußerung mit einer eventuellen
kleinen Verdienstspanne. Als ich dann schon gar nicht mehr an den 11CV
denke, ruft mich Mitte April die Dame tatsächlich an
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Aber
aus meinem angedachten “Deal” wird leider nichts. Völlig überraschend
fragt mich meine Frau, ob ich wirklich ein so schönes Auto verkaufen
wolle. Das sei doch ein Jammer und ob ich mich denn nicht an unsere schönen
Zeiten 1976 als jungvermähltes Ehepaar mit unserm DS erinnern würde.
Stimmt! Ich blättere in alten Fotoalben und werde fündig. Eigentlich
habe ich mich doch gar nicht verändert, oder? Gut - die Haarmode
war wohl etwas anders. Aber zumindest der Bauch ist ganz genau so |
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Kurz und
gut, der Entschluss ist schnell gefaßt. Wir behalten das Auto und
ich muß es instandsetzen. Aber wohin damit? Zuhause gibt es zwar
eine Doppelgarage und eine kleine Heimwerkerwerkstatt, aber die steht
schon voll mit den Taten der Vergangenheit. Motorräder, Mopeds, Fahrradhilfsmotoren
und die kleine Isetta. Also zuhause kann ich ihn weder aufbewahren noch
restaurieren. Zum Glück hat man Freunde und so kann ich erstmal den
Wagen übergangsweise in eine gerade fertiggestellte Oltimerhalle
für Traktoren und alte Landmaschinen in einem Nachbardorf unterstellen.
So ist die erste Not gelindert, aber zum eigentlichen Restaurieren muß
ich noch einen anderen Platz finden. In den Dörfern der Umgebung
gibt es zwar viele Bauern, die keine Landwirtschaft mehr betreiben, aber
alle Scheunen und Gebäude stehen schon voll mit Sportbooten, Wohnwagen,
ganzen Hausständen, usw. Und dort wo noch was frei ist, pfeift der
Wind durch alle Ritzen. |
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Schließlich
komme ich mit meinem Freund Willi (dem Isetta-Fahrer) überein, daß
wir seinen alten Mähdrescherschuppen so instand-setzen,daß
darin (auch im Winter) am Citroën gearbeitet werden kann. Wie man
auf dem unteren Bild sehen kann, sind dafür noch “geringfügige”
Arbeiten zu leisten. Das Jahr 2002 wird also mit der Vorbereitung meiner
11CV-Werkstatt vorübergehen.
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Sie soll mir dann einige Jahre dienen, denn der Weg ist das Ziel und da ich noch der arbeitenden Kaste angehöre, Frau, Hund und Haus zu betreuen habe, bleibt nur begrenzte Zeit, um mich der Traction zu widmen. Am liebsten mache ich nämlich alles gründlich und auch gerne vieles selber. Nicht das ich vom Fach wäre, nein, aber “man wird alt wie ‘ne Kuh - und lernt immer noch was dazu!” Natürlich juckt es jetzt schon mal in den Fingern und viele Broschüren, Bücher, Reparaturanleitungen und Teilekataloge sind bereits angeschafft und werden eifrig gelesen. Auch Tractionisten in meiner Umgebung habe ich bereits entdeckt. Alles angenehme Menschen, in denen scheinbar was französisches steckt. So füllen sich bereits Ordner mit Material und Notizen. Es ist noch genügend Platz darin! - Wer also einem Greenhorn noch wichtige und interessante Tips geben kann, der ist herzlich eingeladen mir zu schreiben. |
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