Zugsüberfall im Zürcher Oberland
Bericht: Ur
s Frei, Bilder: Daniel Wägeli, Railevent

Freitag 13.7.2001 13:13 - Dreister Zugüberfall im Zürcher Oberland

Auf einem Bahnübergang zwischen Bäretswil und Neuthal hat sich ein Zwischenfall ereignet. Eine Limousine der Marke Citroen 1954 hat offenbar eine Panne erlitten und kann nicht weggeschoben werden. Von Bäretswil nähert sich ein Zug, gezogen von einer Lokomotive des Typs Be 4/4 aus dem Jahre 1931/32, in langsamer Fahrt. Mit heftigem Pfeifen macht er auf sich aufmerksam. Beim Pannenfahrzeug befinden sich 3 Personen: Ein sehr eleganter, bärtiger Herr mit Hut in einem weissen Anzug mit feinen Nadelstreifen, sein Begleiter in einem schwarzen Anzug und die dritte Person, offenbar ein Motorradfahrer, braune Lederjacke, dunkle Ledermütze mit Motorradbrille. Vor dem Pannenfahrzeug steht eine rote Moto Guzzi Airone aus dem Jahr 1949.



Hinterhältig wird ein Motorenschaden vorgetäuscht...


..Operation "Kaderentführung" tritt in Kraft...

Inzwischen hat der Zug angehalten. Die drei Männer begeben sich zum Lokomotivführer und sprechen mit ihm. Der elegante Herr geht nun zum ersten Personenwagen und besteigt ihn, während der Motorradfahrer zum hinteren Wagen eilt und ebenfalls einsteigt. Der dritte Mann zieht plötzlich eine Waffe und bedroht damit den Lokomotivführer. Auch im Innern des Zuges überstürzen sich die Ereignisse: Beide Männer ziehen ebenfalls eine Waffe und rufen: Dies ist ein Überfall, jede Gegenwehr ist zwecklos. Wenn ihr unsere Befehle befolgt geschieht euch nichts. Der Motorradfahrer im hinteren Wagen befiehlt nun den Passagieren, sich im Gänsemarsch in den anderen Wagen zu begeben. Eine Frau möchte einen Schirm mitnehmen, der Motorradfahrer verbietet es ihr, da ja der Schirm als Waffe verwendet werden könnte.

Als alle Passagiere, ca. 50 Leute, im vorderen Wagen versammelt waren, verkündete der Chef im weissen Anzug, es sollen sich zwei Freiwillige als Geiseln melden. Es meldeten sich ca. 15 Freiwillige Damen und Herren. Die Gangster haben nun ein Problem. Sie lesen zwei Personen aus und verlassen mit ihnen rasch den Zug. Sie eilen zu ihren Fahrzeugen zurück. Der Citroen fährt ab und dahinter prescht, den vorausfahrenden Wagen sichernd, mit ohrenbetäubendem Lärm und horrendem Tempo, die Moto Guzzi.


..die Aktion verläuft erfolgreich, die Geiseln werden mit grössten Sicherheitsvorkehrungen in Gewahrsam genommen...


..die Gängster brausen mit den Geiseln ins Headquarter zurück - Wie wird man die Entführten wohl Freilösen können...

Inzwischen konnten die Geiseln beim Gewerbemuseum in Neuthal, unversehrt, aufgefunden werden. Sie beschreiben die Täter folgendermassen:

  • Der elegante Herr, Statur schlank, Grösse ca. 170cm, dunkle Haare mit Bart, Mitt-Vierziger, spricht Zürcher-Dialekt.
  • Der Motorradfahrer: ca. 175-180 cm gross, doch eher feste Statur, grauer Bart, spricht Solothurner-Dialekt.
    Der dritte Mann, mittlere Statur, eher ruhig und unauffällig.
  • Von den Tätern fehlt bis heute jede Spur. Sachdienliche Mitteilungen richten sie bitte an das Polizeikommando Bäretswil oder an den nächsten Polizeiposten. Für die Ergreifung der Täter ist eine Belohnung ausgesetzt.


Quelle Traction Avant / Rail Event AG

PS vom CTAC-Webmaster: In CTAC-Kreisen hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es sich beim Gangsterboss um ein Mitglied unseres Clubs handelt. Besonders böse Zungen munkeln sogar, es sei ein ehemaliger Clubpräsident involviert......

 

Deine Anregung nimmt auch der Präsident des CTAC gerne entgegen.
® 1997-2001: Citroën Traction Avant Club Schweiz
zuletzt geändert am 14. Julil 2001