Treffen CTAC Nord 2000

1.Oktober 2000

Organisiert durch H.P. Rubitschon, Peter Weber und Ruedi Jutz

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Das wichtigste vorweg. Die Gruppe Nord ist ihrem Ruf nicht gerecht geworden. Der obligate Regen bei Ausfahrten dieser Sektion blieb diesmal - trotz schlechtem Wetterbericht - aus. Dies dürfte alle diejenigen glücklich gestimmt haben, die ihre Luftklappe noch immer nicht dicht gekriegt haben. Und aus den üblichen Schrauben- und Rostgesprächen kann man entnehmen, dass dies die Mehrheit ist. Die Besammlung um 0930 war sehr feierlich, mit Glockengeläut der benachbarten katholischen Kirche. Ob das zum Programm gehörte, habe ich
leider nicht erfahren. Da pro Wagen höchsten fünf Personen Platz finden - mit Ausnahme der Eberlischen Familienkutsche - pflegt man die Fachgespräche in öffentlichen Lokalen abzuhalten. Auch dieses Treffen war diesbezüglich keine Ausnahme und der Anlass begann mit Kaffee und Gipfeli im Winterthurer Rosenbergcenter. Ebenfalls Tradition hat das anschliessende Briefing,wo man erfährt, wie man mit den Tractions systematisch die Verkehrsregeln verletzt. Bei jeder Kreuzung sperrt ein Fahrer die Gegenfahrbahn, so kann die restliche Kolonne in flotter Fahrt Stopsignale überfahren, was natürlich grossen Spass bereitet. Der Nebeneffekt ist, dass alle 15 teilnehmende Fahrzeuge in ununterbrochener Marschformation durch die Ostschweiz fahren konnten - sehr zur Freude der eingeborenen Bevölkerung.
Auf reizvollen Nebensträsschen wurde das thurgauische Islikon erreicht, wo das Clubmitglied Hanspeter Hugentobler die Gesellschaft erwartete. Bei Hanspeter ist die Traction nur eine schöne Nebensache, seine ganze Leidenschaft gilt alten Telefongeräten, die er und weitere Mitglieder der Stiftung Telefonmuseum TELEPHONICA im Greuterhof liebevoll betreut. Eine leider fast zu kurze Führung eröffnete den Tractionisten eine andere reizvolle technische Welt, wo zwar kein Oel tropft und Rauch nicht ein schlecht eingestellter Vergaser sonderen meist Vollschaden bedeutet. Im Gegensatz zu Autos veralten Telekommunikationsgeräte viel schneller. Kaum zu glauben, dass das NATEL A, das in einem 26 kg schweren Koffer zu haben war, vor erst 15 Jahren auf dem Markt erschien. Das reicht in der Oldtimer Szene noch nicht mal zum Youngtimer. Alle diejenigen, die Bedenken haben, ob Natels nicht doch schädlich fürs Gehirn seien, waren amüsiert über die Tatsache, dass bei Aufkommen der ersten Telefone befürchtet wurde,dass diese Apparate
nicht nur die Stimme sondern auch z.B. die Tuberkolose übertragen könnten.Und zu langes Telefonieren - so ein damaliger Arzt - könne zu Wahnsinn führen. Wer wie der Schreibende zu hause Töchter im Teenager-Alter hat, kann das bestätigen, nur werden nicht die Mädchen wahnsinnig,sondern der Vater beim Erhalt der Telefonrechnung! Beim Verlassen des Museums wurden die Tractionisten von der Presse abgefangen. Teletop und ihre rasenden Ostschweizerkorrespondenten wollten sich und ihren Zuschauern die Sensation,
15 Tractions avants und eine Traction arrière in voller Fahrt zu erleben, natürlich nicht entgehen lassen.Die nächste Fahretappe führte via Aadorf nach Wallenwiel beim reizvollen Bichelsee. Dort wurde nochmals inspektionsgerecht ausgerichtet, bevor die durstigen Fahrer und hungrigen Begleiterinnen in die Krone streben konnten. Bei Speis und Trank ging der attraktive Anlass zu Ende, natürlich nicht bevor die neusten Pannenaben- teuer und heissesten Reparatur- tips ausgetauscht worden waren.

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